Hinschauen, handeln, Haltung zeigen: Gemeinsam gegen geschlechtsbasierte Gewalt und Belästigung in unserem Umfeld
Workshop
Viele Menschen – besonders Frauen – erfahren tagtäglich Gewalt, Belästigung oder Benachteiligung, weil sie ein bestimmtes Geschlecht haben oder ihnen eine bestimmte Rolle zugeschrieben wird. Zeug:innen von geschlechtsbasierter Gewalt kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Sie können nicht nur Haltung zeigen, sondern auch weitere Gewalt verhindern, Betroffene bestärken und stützen, soziale Normen kritisch hinterfragen und Rechenschaft einfordern.
Was tun bei Belästigung auf einer Party? Wie damit umgehen, dass die Kollegin in Meetings nie zu Wort kommt? Wie auf sexistische Sprüche oder unangebrachte Witze reagieren? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Formen von geschlechtsbasierter Gewalt. Vor allem geht es darum, wie wir als Zeug:innen wachsam sein, diese erkennen und angemessen darauf reagieren können. Gemeinsam lernen wir Formen und Ausprägungen von geschlechtsbasierter Gewalt kennen und eröffnen uns in Diskussionen und interaktiven Übungen (neue) Handlungsspielräume. Dafür stützen wir uns auf ein von der NGO „Right to Be“ entwickeltes Interventionsmodell, das sicheres Eingreifen ermöglichen und Zeug:innen stärken soll.
Der Workshop steht allen interessierten Menschen offen, die in schwierigen Situationen Zivilcourage zeigen möchten, um so zu einem sicheren und gewaltfreien Umfeld beizutragen.
Am Ende des Workshops sollen die Teilnehmer:innen
- verschiedene Formen geschlechtsspezifischer Gewalt kennen;
- die Verantwortung und den Einfluss von Zeug:innen verstehen;
- ein Bewusstsein dafür entwickeln, in welchen Situationen ein Eingreifen in welcher Form angebracht sein kann;
- das 5D-Interventionsmodell anwenden können.
Zur Workshop-Leiterin: Melanie Fleischhacker, Bakk. BA MA ist Projektmitarbeiterin und Regionalkoordinatorin bei der Caritas Kärnten. Sie ist 2. Stellvertretende Vorsitzende des „Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen“ an der Universität Klagenfurt. Als angewandte Sprachwissenschafterin beschäftigt sie sich seit Jahren mit der Verschränkung von Gender, Sexualität und Sprache und forscht z.B. zu geschlechtsbasierter Gewalt an Universitäten.
Anmeldung bis 19.11. an info@khg-klagenfurt.at
Der Workshop wird organisiert von der RegionalCaritas Klagenfurt im Rahmen des „Refugium“-Projektes (gefördert durch die FFG und das BMIMI).

